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100% Menschenwürde

Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Gute Ideen für niedrigschwellige Aktionen vor Ort während der internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März 2026.

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Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: PintoArt/Adobe Stock

Der Kampf gegen Rassismus ist eine Aufgabe, der wir Bündnisgrüne uns 365 Tage im Jahr verschrieben haben.

Als Bündnis 90/Die Grünen stehen wir fest an der Seite der Zivilgesellschaft und sind verlässliche Ansprechpartnerin im Kampf gegen Rassismus – an 365 Tagen im Jahr und auch anlässlich der anstehenden internationalen Wochen gegen Rassismus. Unser Vielfaltsreferat hat fünf Ideen für Aktionen zusammengetragen, die ihr konkret bei euch vor Ort umsetzen könnt. Seid dabei und werdet aktiv!

1. Social-Media-Aktionen

Sammelt kurze Statements von Menschen aus eurer Stadt — zum Beispiel von Engagierten aus der Feuerwehr, Sportvereinen, Gewerkschaften oder zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie aus der Partei. Eine mögliche Frage könnte sein: „Warum ist Vielfalt wichtig für unsere Stadt oder unsere Kommune?“ Veröffentlicht die Antworten als kurze Videos oder Fotos mit Zitaten auf Social-Media. Sie zeigen, wie viele unterschiedliche Menschen sich vor Ort gegen Rassismus und für ein gutes Miteinander einsetzen.

2. Kritische Stadtspaziergänge

Kritische Stadtspaziergänge sind eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich gemeinsam mit lokaler Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei kann es um Themen wie die Sichtbarkeit migrantischer Communities, Menschenrechte, Kolonialgeschichte, rassistische Gewalt oder Erinnerungskultur gehen. An verschiedenen Stationen werden kurze Inputs gegeben und diskutiert, wie historische Entwicklungen bis heute nachwirken. Kooperiert mit Initiativen in Städten, die bereits Stadtführungen aus migrationsgeschichtlicher Perspektive anbieten. Oder organisiert als Ortsgruppe selbst Spaziergänge, die Gespräche zu Straßennamen, Denkmälern oder historischen Orten im Kontext von Kolonialisierung und Rassismus anstoßen.

3. Kreativaktionen im öffentlichen Raum

Setzt sichtbare Zeichen gegen Rassismus und organisiert eine kreative Aktion zum Motto der Aktionswoche „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ mit Plakaten, Bannern, Postkarten oder Installationen im öffentlichen Raum. Eine Idee: Passant*innen können Botschaften gegen Rassismus aufschreiben oder ein Symbol ihrer Solidarität gestalten, zum Beispiel Fußabdrücke, bemalte Steine oder kleine Figuren. Die Kunstwerke können dann im Schaufenster von Wahlkreisbüros, der Kreisgeschäftsstelle, im Stadtteilzentrum oder an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden. Auch Musik und gemeinsames Malen können Teil der Aktion sein.

4. Vielfaltsecken für Zusammenhalt

Kuratiert in eurem Parteibüro oder in einem Kulturzentrum vor Ort eine kleine Ausstellung zu Rassismus, Vielfalt und Demokratie. Dort könnt ihr eine Infowand gestalten und/oder Bücher, Flyer, Informationsmaterialien und Hinweise auf Veranstaltungen während der Aktionswochen auslegen. Die Vielfaltsecken sollen über den Zeitraum der Aktionswochen frei zugänglich sein und Interessierten die Möglichkeit geben, sich niedrigschwellig zu informieren.

5. Kochen und Reden

Anti-Rassismus geht durch den Magen: Plant ein Event, bei dem Menschen zusammen kochen, essen und dabei locker ins Gespräch kommen. Besonders gut geeignet sind dem Anlass entsprechend die Zubereitung von leckeren Gerichten aus anderen Ländern – zum Beispiel Baklava (Türkei), Pierogi (Polen) oder Mango Sticky Reis (Thailand).  Während des Events können sich die Teilnehmenden Geschichten erzählen, Fragen stellen und ihre vielfältige Perspektiven einbringen.

Mehr Infos und Ideen sowie gute Buch- und Filmtipps zum Thema Rassismus und was man dagegen tun kann findet ihr hier.

Quelle: Priscilla du Preez/Unsplash

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