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„Gute Bildung darf nicht vom Wohnort abhängen“

Ende Juni hat der Länderrat im Anschluss an den zweiten grünen Ostkongress die Sassnitzer Erklärung verabschiedet. Darin fordern Bündnis 90/Die Grünen wohnortnahe Bildung auch für Kinder auf dem Land. Franziska Brantner erklärt, warum das so wichtig ist.

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Lesezeit: 1,5 Minuten

Quelle: Nils Leon Brauer

Seite an Seite: Claudia Müller (2.v.l.) und Suse Sziborra-Seidlitz (2.v.r.), die grünen Spitzenkandidatinnen für die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland, zusammen mit Franziska Brantner und Felix Banaszak auf dem grünen Ostkongress in Sassnitz Ende Juni.

„Es kann nicht sein, dass Eltern auf dem Land mit ihren Kindern jeden Morgen erst eine kleine Weltreise antreten müssen, um zur Kindertagesstätte oder zur Grundschule zu kommen. Um dann erleben zu müssen, dass Kitagruppen mal wieder zusammengelegt werden oder an den Schulen Stunden ausfallen, weil überall im Land Fach- und Betreuungskräfte fehlen. Das schwächt das soziale Gefüge unserer Dörfer. Funktionierende und wohnortnahe Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum sind eine Frage von Chancengerechtigkeit für die kommende Generation. Gute Bildung darf nicht davon abhängen, ob ein Kind in Dörfern wie Marienthal in Mecklenburg-Vorpommern oder Ferchlipp in Sachsen-Anhalt oder in den Innenstädten von Rostock und Magdeburg aufwächst.“

Die Sassnitzer Erklärung im Wortlaut findet ihr hier.

Quelle: Nils Leon Brauer

Mehr als 350 Menschen waren trotz der Hitzewelle zum grünen Ostkongress nach Sassnitz auf Rügen gekommen – darunter auch viele Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Der zweite grüne Ostkongress: Nah am Menschen, stark im Wandel

Es war ein heißes Wochenende. Das lag nicht nur am Höhepunkt der Hitzewelle, die auch auf dem Ostseehafen von Sassnitz lastete, sondern auch an den vielen anregenden und wichtigen Diskussionen. Mehr als 350 Teilnehmende aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft waren nach Sassnitz gekommen, um mit uns Bündnisgrünen über erneuerungsbereite Politik mit klarem Kompass zu sprechen, sich auszutauschen und gemeinsam einen Weg in eine gute Zukunft zu entwickeln.

Es ging um gesellschaftlichen Zusammenhalt, Energie- und Sozialpolitik, Umweltschutz – und natürlich auch um die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September. Trotz der schwierigen Ausgangslage für Bündnis 90/Die Grünen geben wir uns auf keinen Fall geschlagen: „Es ist kein Naturgesetz, dass Verfassungsfeinde, Rechtsextreme und Faschisten die Macht übernehmen oder sie übertragen bekommen“, sagte Felix Banaszak, der zusammen mit der grünen Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt, Suse Sziborra-Seidlitz, zuvor zwei Tage mit dem Wohnmobil durch Ostdeutschland gefahren war und bei Eis, Bier und Bratwurst das Gespräch mit Menschen auf Campingplätzen gesucht hatte. Viele der Gespräche und Reaktionen waren ermutigend.

Diesen Mut wollte Felix auch allen Bündnisgrünen für die anstehende heiße Wahlkampfphase in Ostdeutschland mitgeben: „Lasst uns gemeinsam alles darangeben, dass am Ende dieses Wahlkampfes, am Ende dieses Jahres, eine ganz andere Perspektive steht, als sich manche erträumen und manche befürchten.“ 

Der Länderrat zum Abschluss des Wochenendes beschloss wichtige Impulse für eine neue Politik gerade auch für Ostdeutschland: Wir wollen für eine Energiewende kämpfen, die die Kosten für Strom regional dort senkt, wo erneuerbare Energien gewonnen werden, aber auch für soziale Sicherheit, eine verlässliche Rente, gute Bildung für alle Kinder und klare Regeln für den Einsatz von KI.

„Der Ostkongress hat unsere anstehenden Wahlkämpfe auch auf Bundesebene optimal eingeleitet. Wir überzeugen mit positiver Stimmung, mit Offenheit und klaren grünen Antworten“, sagt Heiko Knopf, stellvertretender Bundesvorsitzender und Hauptinitiator des mittlerweile zweiten Ostkongresses – einer Zusammenkunft, die zeigt, dass Ostdeutschland für Bündnis 90/Die Grünen kein Nischenthema ist, sondern zur DNA der Partei gehört. „Wir sind eine gesamtdeutsche Partei mit dem klaren Ziel: Raus aus dem Rückwärtsgang und rein ins Tun für eine gemeinsame Zukunft!“

Die Beschlüsse des Länderrats kannst du im Detail hier nachlesen.

Gemeinsamkeit macht Spaß: Auf dem Ostkongress Ende Juni wurde gemeinsam auch mit den Menschen vor Ort an Lösungen für eine gute Zukunft in ganz Deutschland gearbeitet. 

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