Quelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Vier junge Frauen suchen ihren Weg: Der Film „Fantasy“ erzählt von Freundschaft und der Suche nach der eigenen Identität. Dabei hilft den Freundinnen die Bekanntschaft mit der trans Frau Fantasy (hinten links).

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Filmtipp: „Fantasy“

Mihrije und ihre Freundinnen versuchen sich in der engen und von rigiden Traditionen geprägten Welt einer slowenischen Kleinstadt als junge Frauen zu behaupten. Als Mihrije die trans Frau Fantasy kennenlernt, ändert sich alles. Ein urbanes Balkanmärchen über weibliche Identität.

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Lesezeit: 1 Minute

Was ist eine Frau? Darauf gibt es für die slowenische Musikerin und Regisseurin Kukla keine eindeutige Antwort. Viel wichtiger ist für sie deshalb die Frage: Wie ist es, eine Frau zu sein?

In ihrem Spielfilmdebüt nähert sie sich der Frage, indem sie die Geschichte von Mihrije und ihren Freundinnen erzählt, die in der Enge einer slowenischen Kleinstadt aufwachsen und sich gegen die althergebrachten Rollenmodelle und die Vorherrschaft von Männern in ihrer Welt auflehnen. Ihre Bekanntschaft mit der trans Frau „Fantasy“ stellt ihre Welt und ihre Rolle darin endgültig auf den Kopf – für jede der drei jungen Frauen auf eine andere Art und Weise.

Kukla inszeniert die Coming-of-age-Geschichte trotz des tristen Settings zwischen postsozialistischen Plattenbauten als realistisches und zugleich magisches Balkanmärchen, in dem auch auf archaische Traditionen wie die der „eingeschworenen Jungfrau“ Bezug genommen wird. Das sind Frauen, die Jungfräulichkeit schwören und im Gegenzug dafür wie ein Mann leben können – mit allen Privilegien, die Männern in den Gesellschaften des Balkans immer noch mit großer Selbstverständlichkeit zugebilligt werden.

Wild, bunt und auch ein bisschen magisch: Die Regisseurin und Musikerin Kukla hat für ihr Spielfilmdebüt auch auf ihren eigenen Erfahrung zurückgegriffen. (Quelle: Salzgeber & Co. Medien GmbH)

„Fantasy“ ist ein ergreifender, fantasievoller und bildgewaltiger Film über Identität und Selbstfindung in einer Welt, die viele Menschen in Westeuropa immer noch vorwiegend schwarz-weiß sehen. Dabei ist auch das Leben in den Vororten des Balkans vielfältiger und bunter als man meinen mag. Man braucht nur ein bisschen „Fantasy“.

„Fantasy“ wird als einer der Eröffnungsfilme im Rahmen des „Queerfilmfestivals“ vom 10. bis 16. September in zwölf deutschen Städten gezeigt. Alle Infos zum Festival gibt es hier.

Den Trailer zum Film könnt ihr hier anschauen:

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