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Energiefresser KI

945 Terawattstunden – so viel Strom werden Rechenzentren weltweit im Jahr 2030 verbrauchen. Das prognostiziert ein aktueller UN-Bericht. Zum Vergleich: Wären die Zentren ein Land, dann dasjenige mit dem sechstgrößten Stromverbrauch weltweit. Der Grund für die alarmierende Entwicklung: der unstillbare Energiehunger der KI-Branche.

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Lesezeit: 1 Minute

Quelle: Nahin/Adobe Stock

Über die Gefahren von KI wird oft und viel gesprochen. Doch die Auswirkungen dieser Technologie auf Umwelt und Klima werden noch immer vergleichsweise wenig beleuchtet, wie ein im Juni 2026 erschienener Bericht des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit bemängelt. Dabei sei das Ausmaß des ökologischen Fußabdrucks eine der folgenreichsten Dimensionen der neuen Technologie, konstatieren die Autor*innen. Und sie belegen das mit Zahlen.

Dem Bericht zufolge waren bereits im Jahr 2025 rund 20 Prozent des Stromverbrauchs von Rechenzentren weltweit auf KI-Anwendungen zurückzuführen. Betrachtet man die aktuell rasante Entwicklung der Branche und die exorbitante Rechenleistung, die KI-Anwendungen benötigen, wird dieser Anteil bis 2030 auf 40 Prozent anwachsen, schätzen die Autor*innen. Der Stromverbrauch der Rechenzentren würde sich in diesem Fall mehr als verdoppeln – auf 945 Terawattstunden. Das wäre genug Strom, um die 1,3 Milliarden Menschen in Subsahara-Afrika für fünfeinhalb Jahre zu versorgen.

Die Produktion dieser riesigen Strommenge würde laut dem UN-Bericht 399 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursachen. Um dies auszugleichen, müssten 6,7 Milliarden Bäume über einen Zeitraum von zehn Jahren wachsen. Obendrein würde der Wasserverbrauch der Rechenzentren unter anderem zur Kühlung der Maschinen auf jährlich 9,3 Billionen (!) Liter ansteigen.

Der UN-Bericht fordert die KI-Branche ebenso wie Regierungen und Industrie eindringlich dazu auf, gemeinsam an einem verantwortungsvollen, transparenten und energieeffizienten KI-Ökosystem zu arbeiten. Und für jede einzelne Verbraucherin und jeden einzelnen Verbraucher gilt längst nicht mehr nur der Grundsatz „Think before you print!“, sondern auch: „Think before you prompt!“

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