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Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen

Was ist Hoffnung, wie entsteht sie und was kann sie bewirken? In dem Essayband, herausgegeben von dem Klimajournalisten Julien Gupta, machen sich unterschiedliche Publizist*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen Gedanken über einen Begriff, der oft benutzt, aber selten durchdacht wird.

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Lesezeit: 1 Minute

Kürzlich mokierte sich die Schauspielerin Katja Riemann im Gespräch mit der Ökonomin und Transformationsforscherin Maja Göpel über eine Frage, die sie wie keine andere nervt. Sie lautet: „Was gibt Ihnen Hoffnung?“ Oft gestellt mit salbungsvollem Unterton und in der Absicht, die Hoffnung der anderen möge dem Publikum einen kurzen Lichtblick im schwarzen Treibsand des Weltgeschehens verschaffen.

Was Hoffnung aber jenseits eines banalen Feelgood-Moments ist, wie sie entsteht und was sie tatsächlich bewirken kann, darüber machen sich eine Reihe von prominenten Publizist*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen in dem Essayband „Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen“ Gedanken. Es ist eine wohltuend persönliche, reflektierte und vielfältige Sammlung von Beiträgen jenseits der üblichen Plattitüden.

Interessant ist, was passiert, wenn der Buzz-Begriff Hoffnung von den Autor*innen in verschiedene Kontexte gesetzt wird: In den Kontext persönlicher, auch leidvoller Erfahrungen. In einen zeitlichen Kontext von Lektionen aus der Vergangenheit, dem Erleben der Gegenwart und Zukunftsvisionen. Oder auch in einen semantischen Kontext, in dem das große Wort Hoffnung mit Begriffen wie Optimismus, Angst oder auch Dankbarkeit abgeglichen wird. Und nicht zuletzt in den Kontext von Eigenschaften wie Humor oder auch der Fähigkeit, trotz allem Spaß zu haben.

Im Pressetext zu dem Buch heißt es, dass alle Beitragenden – darunter die Schriftsteller*innen Marc-Uwe Kling und Cornelia Funke, der Inklusions-Aktivist Raúl Krauthausen, die Publizistinnen Gilda Sahebi und Marina Weisband, die Neurowissenschaftlerin Maren Urner oder der Querbeat-Musiker Jojo Berger – eigentlich etwas Unterschiedliches meinen, wenn sie „Hoffnung“ sagen. Aber trotz der naturgemäß vielfältigen Perspektiven gibt es auch einige grundlegende Gemeinsamkeiten: Für fast alle Autor*innen hat Hoffnung mit Aktion, mit Handlungsmacht, mit Dynamik und sozialer Interaktion zu tun.

Dass also Hoffnung nicht einfach nur ein passiv erlebtes Gefühl ist, das durch äußere Umstände diktiert wird, ist auf jeden Fall eine Erkenntnis, die inspiriert und, ja, Hoffnung macht.

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