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Schwere Geburt

Wer bringt die Babys auf die Welt? Natürlich die Mutter – idealerweise mit Unterstützung einer erfahrenen Hebamme. Doch die Umstände der Berufsgruppe sind schon seit Jahren prekär. Laut einer aktuellen Studie befürchten 44 Prozent der Hebammen, das Handtuch werfen zu müssen.

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Lesezeit: 1,5 Minuten

Quelle: Ken/Adobe Stock

Hebamme ist ein im Wortsinn lebensnotwendiger Beruf. Die Hebammen spielen nicht nur während der Geburt eine wichtige Rolle, sondern beraten und begleiten werdende Eltern auch vor und nach der Geburt. Sie sind ein tragender Pfeiler der Geburtshilfe und damit auch unseres Gesundheitssystems. Doch die Bedeutung der Hebammen und ihre Arbeitsbedingungen klaffen immer weiter auseinander.

Eine aktuelle Studie, für die Hebammen selbst befragt wurden, zeichnet ein düsteres Bild. Demnach überlegt fast jede zweite Hebamme, ihren Beruf an den Nagel zu hängen. Die Gründe: schlechte Bezahlung, überbordende Bürokratie, hohe laufende Kosten, sehr viel Verantwortung und ohne die entsprechende Wertschätzung. Dass immer mehr Geburtskliniken und Geburtsstationen schließen, verschärft die Lage weiter.

Der schon seit Jahren andauernde Kampf der Hebammen und die zunehmenden prekären Arbeitsbedingungen sind ein Armutszeugnis für das deutsche Gesundheitssystem. Der Beruf wird zwar als erfüllend, aber die Rahmenbedingungen als schlecht wahrgenommen (83,15 Prozent üben ihre Tätigkeit gern aus, doch 68,08 Prozent klagen über unzureichende Bezahlung, 50,94 Prozent über zu viel Bürokratie und 34,75 Prozent über zu hohe laufende Kosten). Das ist ein echtes Problem für Frauen, Familien und damit die Stabilität unserer gesamten Gesellschaft.

Während Bundeskanzler Friedrich Merz von den neuesten Entwicklungen vergangenen Jahres nach seinen eigenen Worten noch nie gehört hatte, setzen die Grünen sich schon seit Jahren für eine bedarfsgerechte und gute Versorgung von Schwangeren ein. Aktuell gilt es, die Auswirkungen des seit November 2025 geltenden Hebammenhilfevertrags für freiberufliche Geburtshelfer*innen genau zu beobachten, damit der Gesetzgeber bei einer weiteren Verschlechterung der Situation schnell gegensteuern kann.

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