Wärmewende im Heizungskeller
Fast drei Viertel aller Neubauten, die 2025 fertiggestellt wurden, werden mit einer Wärmepumpe geheizt. Ein positives Zeichen für den Klimaschutz und dafür, dass die „Heizhammer“-Kampagne nicht dauerhaft verfangen hat.
- Redaktion
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Quelle: Hermann/Adobe Stock
So technologieoffen sind deutsche Bauherr*innen: Laut des Statistischen Bundesamts werden 73,6 Prozent aller 2025 fertiggestellten Neubauten mit einer Wärmepumpe geheizt. Die Gründe dafür sind die (noch) guten Förderbedingungen und damit einhergehend mehr Planungssicherheit. Auch die steigenden CO2-Kosten für fossil betriebene Heizsysteme sowie die Unsicherheit der Versorgungslage mit Gas und Öl aufgrund geopolitischer Verwerfungen machen die Wärmepumpe zu einer attraktiven Alternative zu Gas- oder gar Ölheizungen.
Der Trend geht in die richtige Richtung, aber es gibt noch viel zu tun. Schließlich will Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein. Heizungen sind für ein Fünftel der deutschlandweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Besonders drängend ist die Frage, wie Bestandsbauten klimafreundlich umgebaut werden können. 75 Prozent der Altbauten werden nämlich immer noch mit Öl und Gas beheizt.
Völlig kontraproduktiv ist in dem Zusammenhang das im Juli dieses Jahres beschlossene „Gebäudemodernisierungsgesetz“ der Bundesregierung. Das Gesetz sieht vor, dass auch weiterhin Öl- und Gasheizungen eingebaut werden können, die ab 2029 allerdings zunehmend mit CO2-neutralen Brennstoffen betrieben werden sollen. Ob diese dann auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen werden, ist keinesfalls sicher. Die Koalition schafft so Planungsunsicherheit, Kostenfallen und gefährdet die Klimaziele.
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● Von
- Gero Günther